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Kaltfassade

Bei der Kaltfassade handelt es sich um eine mehrschalige Außenwand, bei der die wärmedämmende Schicht durch eine Luftschicht von der Witterungsschutzschicht getrennt ist. Die Luftschicht ist gerade deshalb so wichtig, weil sie dafür sorgt, dass Feuchtigkeiten durch die permanente Belüftung abgeführt werden kann, wenn sie durch die Außenwand dringt.

Konstruktionsweisen

Zwei Bauweisen im Vergleich

Im Zusammenhang mit der Kaltfassade fällt oft der Begriff „thermische Trennung“. Diese sagt aus, dass sich durch die Luftschicht bei starker Sonneneinstrahlung größtenteils die Fassade aufheizt, nicht aber die Wärmedämmschicht. Zwischen zwei Konstruktionsweisen wird unterschieden.

Zweischaliges Mauerwerk
Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Vorgehängte hinterlüftete Fassade

Funktionale Sicherheit kombiniert mit gestalterischer Freiheit

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) ist ein Fassadensystem mit vielen vorteilhaften Eigenschaften. Entscheiden Sie sich bei einer Sanierung für diese Konstruktion, sind Ihnen zwei Dinge sicher: die funktionale Sicherheit und die großartigen Gestaltungsmöglichkeiten. Da mittlerweile viele unterschiedliche Verkleidungen zur Verfügung stehen, können Sie die Gestaltung der Fassade individuell auf den Rest des Hauses abstimmen.

1 Tragstruktur

Die tragende Außenwand bildet die Tragstruktur. Sie kann als Stahlskelett oder Stahlbetonkonstruktion, als Mauerwerk oder in Holzständerbauweise ausgeführt sein und nimmt die Kräfte aus der Unterkonstruktion auf. Über das System aus Unterkonstruktion und Anbindungspunkten werden alle Lasten der VHF in die Tragstruktur abgeleitet.

2 Unterkonstruktion

Tragende Außenwand und Fassadenverkleidung sind durch ein statisches Bindeglied verbunden: die Unterkonstruktion. Diese kann aus Holz, Aluminium, Edelstahl oder einer Materialkombination gefertigt sein. Ist Holz der Werkstoff Ihrer Wahl, ist es wichtig, dass es dauerhaft trocken bleibt – anderenfalls kann es zu Schäden kommen. Mehrheitlich durchgesetzt haben sich deshalb heute Aluminium-Unterkonstruktionen, die sich in das Blitzschutzkonzept des Gebäudes integrieren lassen. Bei einer Fassadenhöhe von mehr als 7 m müssen spezielle Brandschutzmaßnahmen ergriffen werden.

3 Dämmschicht

Es ist nicht immer umsetzbar, doch im Idealfall umschließt die Dämmschicht Ihr gesamtes Haus nahtlos und nimmt in gleicher Ebene alle Fenster und Türen auf. Sowohl Mineralwolle, Holzfaserdämmstoffe, extrudiertes Polystyrol (XPS) und Polyurethan als auch Glasschaum sind geeignete Materialien. Die Verwendung mehrerer Dämmschichten verringert Wärmebrücken deutlich, da Teile der Unterkonstruktion mit dem Dämmstoff verdeckt bzw. eingepackt werden können. Auch bei dieser Schicht müssen ab einer Fassadenhöhe von 7 m besondere Vorkehrungen für den Brandschutz getroffen werden, beispielsweise in Form von Brandsperren, die eine Brandausbreitung im Hinterlüftungsraum verhindern.

4 Hinterlüftung

Für die dauerhafte Hinterlüftung ist die Luftschicht durch Öffnungen mit der Außenluft verbunden. Achten Sie darauf, dass die Luft auch tatsächlich zirkulieren kann und nicht durch die Unterkonstruktion unterbrochen wird. Die Ausrichtung der Unterkonstruktion ist ausschlaggebend und muss entsprechend geplant und ausgeführt werden.

5 Fassadenbekleidung

Die Außenhaut kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Ihre Aufgabe ist es, das Gebäude vor Witterung zu schützen und Schlagregen sowie direkten Feuchteeintrag abzuweisen. Die Befestigung der Außenhaut auf der Unterkonstruktion erfolgt u. a. mit sichtbaren oder verdeckten Schrauben, Nieten, speziellen Einhangprofilen und Hinterschnitt-Ankern.

Materialien für die Fassadenbekleidung

Irgendwann ist es soweit: Die Fassade muss erneuert werden. Eine gute Gelegenheit, für ein gänzlich neues Erscheinungsbild zu sorgen und sich weg von der reinen Putzoptik zu bewegen. Mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten offen, der Fassade einen außergewöhnlichen Charakter zu verleihen. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Bekleidungen aus Metall, Faserzement, HPL, Schiefer und vielen weiteren Optionen. Abhängig vom Material gibt es Platten- oder Paneelformate in unterschiedlichsten Dimensionen. Handeln Sie einfach frei nach Ihren Wünschen – auch wenn das bedeutet, zwei Techniken zu kombinieren. Gerade wenn Sie einen Teil der Fassade verkleiden und die übrige Fläche in Putzoptik belassen, erzielen Sie ein tolles Ergebnis.

Faserzement
Faserzement ist ein umweltfreundlicher Verbundstoff aus Portlandzement, organischen Fasern und Wasser. Weil Faserzement als sehr langlebig, nichtbrennbar, witterungsresistent und UV-beständig gilt, ist die Fassade wartungsarm und pflegeleicht. Zudem ergibt sich durch die erhältlichen Farben und Texturen ein großes Gestaltungsspektrum.
Metall
Metall hat viele Facetten. Egal ob Aluminium, Titanzink oder Edelstahl – der Werkstoff ist einfach absolut im Trend. Dabei kann er nicht nur mit der gräulich schimmernden Optik punkten, sondern auch mit Robustheit und Langlebigkeit. Schmutz bleibt auf der glatten Oberfläche schlecht haften, und das Metall behält seinen strahlenden Charakter.
Schiefer
Schiefer erlebt gerade sein Comeback und verzaubert Betrachter mit seiner Ursprünglichkeit. Die natürliche schwarze Färbung passt zu sämtlichen Stilen und hebt sich von der Masse ab. Da die Platten auf unterschiedliche Weise angebracht werden können, entscheiden Sie, ob Sie eine sichtbare Klammertechnik oder eine unsichtbare Befestigung bevorzugen.
HPL
HPL ist ein vielfältiges Material, das für seine hohe Witterungsbeständigkeit und Biegefestigkeit bekannt ist. Die harte Oberfläche besticht durch eine sehr lange Lebensdauer sowie Bruch- und Schlagfestigkeit. Der Gestaltungsspielraum ist groß; die Montage zudem mit professionellen Holzbearbeitungswerkzeugen möglich.
Faserzement
Faserzement ist ein umweltfreundlicher Verbundstoff aus Portlandzement, organischen Fasern und Wasser. Weil Faserzement als sehr langlebig, nichtbrennbar, witterungsresistent und UV-beständig gilt, ist die Fassade wartungsarm und pflegeleicht. Zudem ergibt sich durch die erhältlichen Farben und Texturen ein großes Gestaltungsspektrum.

Nachträgliche Kerndämmung

bei zweischaligem Mauerwerk

Sie suchen nach einer Möglichkeit, Wände, Dächer, Decken oder Fußböden nachträglich zu dämmen? Mit einer Kerndämmung (auch Hohlraum- oder Einblasdämmung) können Sie mit geringem Kostenaufwand eine Dämmung effektiv umsetzen. Einzige Voraussetzung für die Kerndämmung: Es müssen Hohlräume in den Gebäudeteilen vorhanden sein, in die das Dämmmaterial eingebracht werden kann. Für ein zweischaliges Mauerwerk ist diese Methode besonders geeignet, da sich der bauliche Aufwand und somit Kosten und Unannehmlichkeiten in Grenzen halten. Das Dämmmaterial wird einfach durch gebohrte Löcher in die Hohlräume gebracht und verfüllt diese. Ohne den Innenausbau oder die Fassade zu verändern, kann so beispielsweise die Kerndämmung eines kompletten Einfamilienhauses in ein bis zwei Tagen erfolgen. Als Dämmstoff kommen neben Steinwollflocken auch Polystyrolgranulate oder organische Materialien wie Kork- oder Zelluloseflocken infrage. Welcher Dämmstoff im Einzelfall geeignet ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab – unter anderem von der Größe des zu verfüllenden Hohlraumes.

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